Wäsche Waschen leicht gemacht

Wäsche waschen leicht gemacht

Geheimtipps und Mythen beim Wäsche Waschen

Unsere Lieblingskleidungsstücke haben es nicht leicht: wir tragen sie oft und müssen sie also auch oft waschen. Das sieht man der Kleidung natürlich mit der Zeit an, denn zu viel Wasser, Waschmittel oder gar chemische Reinigungsmittel greifen die Fasern nach und nach an.

Aber wenn wir einige Dinge beachten, wird unsere Wäsche nicht nur sauber, sondern sieht auch länger gut aus. Ich möchte mit ein paar seltsam anmutenden Mythen über das richtige Wäsche Waschen aufräumen und hier Struktur in die vielen, vielen Tipps und Tricks zum Thema bringen.

 

Mundwasser hilft gegen eine muffige Waschmaschine?

Einfach gedacht – was uns hilft, funktioniert auch in der Waschmaschine. So simpel ist es dann doch nicht und ehrlich gesagt möchte ich diesen vermeintlichen Geheimtipp auch gar nicht ausprobieren. Es gibt unkompliziertere Möglichkeiten, das Müffeln der Waschmaschine und der Kleidung zu vermeiden.

  1. Die Waschmaschine am besten gleich nach dem Waschgang leeren: Die feuchte Wäsche sollte lieber nicht länger in der Maschine liegen, so breiten sich Bakterien nicht so schnell aus.
  2. Die Tür offen stehen lassen: Wenn die Waschmaschine gerade nicht gebraucht wird, lasst einfach die Türe auf, so kann die Maschine ausreichend trocknen.
  3. Oft sind Verschmutzungen in der Gummidichtung der Waschmaschine ein Grund für unangenehme Gerüche. Diese lässt sich aber ganz unkompliziert reinigen.
  4. Die Temperatur variieren: Für die Waschmaschine ist es am besten, wenn man regelmäßig auch mit höheren Temperaturen wäscht. Also am besten nach ein paar 30-Grad-Ladungen die Handtücher bei 60 Grad waschen, das tötet Bakterien schnell ab.

Mutti sagt, die Waschmaschine darf niemals ganz voll sein!

Bei dieser Hausregel lohnt es sich genauer hinzuschauen.

Bei Woll- und Feinwäsche ist es durchaus ratsam, die Wäschetrommel nicht voll zu beladen. Die Stoffe reiben nicht zu sehr aneinander und können in der Waschlauge sanft schwimmen. Außerdem knittert die Kleidung nicht so sehr, worüber wir uns spätestens beim Bügeln freuen.

Bei „normaler“ Wäsche ist es aber so, dass eine volle Waschmaschine wie ein Waschbrett aus Großmutters Zeiten wirkt: die Kleidung reibt sich aneinander und an der Innenseite der Trommel, und Schmutz wird somit besser entfernt.

Dennoch gilt hier (im wahrsten Sinne des Wortes) die Faustregel: auch bei einer gut gefüllten Waschmaschine sollte zwischen dem Wäscheberg und der Wäschetrommel eine Faust hoch Platz bleiben.

Welches Waschmittel verwende ich für welche Kleidung?

Ein Waschmittel für den gesamten Schmutzwäscheberg – das wäre wunderbar einfach. Ist aber nicht sehr sinnvoll. Wollsachen und feine Materialien sollten selbstverständlich aussortiert und separat gewaschen werden. Aber die restliche Wäsche wird besser getrennt. Zumindest eine Aufteilung in weiß – dunkel – bunt hat sich hier bewährt. Auch aus ganz praktischen Gründen: gerade bei den ersten Waschgängen können dunkle Stoffe noch abfärben und helle Kleidungsstücke bekommen schnell einen Grauschleier.

Für die weiße Wäsche eignet sich am besten ein Vollwaschmittel. Im Idealfall wird unsere Wäsche strahlend weiß. Das liegt an der im Vollwaschmittel enthaltenen Bleiche. Und die ist natürlich keinesfalls für dunkle und bunte Kleidungsstücke geeignet. Sie könnten nur allzu schnell ausbleichen. Ein Colorwaschmittel sorgt für lang anhaltende Farben und schont die Fasern.

(Weichspüler ist übrigens mit Vorsicht zu genießen: zum einen ist er wirklich schädlich für die Umwelt, zum anderen kann er bei Gore-tex- oder Sympatex-Stoffen sogar die Funktionalität dieser Materialien beeinträchtigen.)

Und was bedeuten nochmal diese kleinen Bildchen in der Kleidung?

Diese Bildchen sind die Pflegesymbole. Sie sollen uns helfen, unser Kleidungsstück optimal zu pflegen. In den meisten Fällen sind drei bis fünf Symbole abgebildet. Dabei beziehen sie sich immer auf die verschiedenen (aufeinanderfolgenden) Schritte beim Wäsche waschen:

  • Waschen (das Waschschüssel-Symbol)
  • Bleichen (das Dreieck)
  • Chemische Reinigung (der Kreis)
  • Trocknen (das Quadrat)
  • Bügeln (das Bügeleisen)

Je nach Material, Farbe und Verarbeitung finden sich verschiedene Abwandlungen der Symbole. Dabei gilt – wenn ein Kleidungsstück aus verschiedenen Materialien besteht – die Regel: Das empfindlichste Teil ist ausschlaggebend dafür, wie gewaschen, gereinigt oder gebügelt werden muss.

Vor jeder Wäsche

Es gibt noch ein paar grundsätzliche Tipps, die vor jeder Wäsche zu beachten sind:

  1. Alle Taschen ausleeren (die Winter-Schnupfen-Zeit mit Taschentüchern steht vor der Tür!)
  2. Reißverschlüsse schließen
  3. Kleine und empfindliche Teile in Wäschenetzen oder -säckchen waschen
  4. Keine zusammengeknüllten Wäschestücke in die Trommel geben

Wo sind meine Socken?

Eine Sache wollte ich zum Abschluss aber doch doch noch klären: neben meiner Waschmaschine steht eine kleine Kiste. Da hinein packe ich all jene Socken, bei denen ich den zweiten nicht finden kann. Und diese Kiste wird immer voller! Ich habe mich gefragt, was eigentlich mit diesen ganzen armen zweiten Socken passiert?? Sie können tatsächlich in der Waschmaschine verschwinden! Oft verfangen sich die Socken hinter dem Flusensieb oder bleiben in den Gummierungen hängen, so habe ich es von unserem Elektro-Service erfahren. Da werde ich jetzt gleich mal nachsehen.

 

Viele Grüße und ab in die Waschküche

 

Ihre Martina Martino.

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